Home-Server

Seit einigen Jahren betreibe ich im Keller unseres Hauses einen kleinen Linux-Server als Internet-Gateway, eMail-Server und zentrale Datenablage.

Da der Rechner 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche läuft und Strom verbraucht ist es sinnvoll diesen auf ökologischen und ökonomischen Gründen zu optimieren.

Die Server die bisher diese Aufgabe erfüllten brauchten im Idle-Zustand deutlich über 100 Watt, dank 5 Festplatten (1x System, 4x Daten als RAID5) und nicht unterstützer Stromsparmodi von Festplatten und CPU. Um diese Situation zu verbessern wurde der Server im Dezember 2007 aufgerüstet mit dem Ziel im Schnitt unter 50 Watt zu bleiben.

Nach längerem Recherchieren und Probieren war es geschafft! 45 Watt im Schnitt, dank folgender Hardware-Konfiguration

  • Intel Core 2 Duo T550 Prozessor mit nur 34 Watt TDP
  • AOpen i945GTm-VHL Board mit Socket M, Intel 945GT Chipsatz (inkl. Grafik) und onboard Intel Gigabit Ethernet Controller
  • Zwei 1024 MB Infineon/Qimonda DDR2-667 CL5-Module (RAMHYS64T128021HDL-3S-B) damit ausreichend Cache vorhanden ist (und die Festplatte länger schlafen kann)
  • Zwei Samsung HD753LJ Festplatten mit 750 GB und 32 MB Cache als RAID1 (gespiegelt) zur Datenablage welche laut Datenblatt 7.7-8.6 Watt benötigen und im Sleep-Modus nur 0.8-1.2 Watt
  • Addonics Quad-CF PCI adapter zur Aufnahme der Compact-Flash Karten für System und Swap (Alternativ hätte man die CF-Karten auch per Adapter an den onboard IDE Controller anschließen können, doch alle Adapter die ich probiert habe unterstützen keinen DMA-Modus und waren daher unzumutbar langsam)
  • SanDisk Extreme IV 8 GB Compact-Flash-Karte als System-Laufwerk (~ 40 MB/s)
  • SanDisk Extreme III 2 GB Compact-Flash-Karte als Swap-Laufwerk (~ 20 MB/s)

Als Betriebssystem läuft auf dem Server Gentoo-Linux. Hier ist zu beachten, dass man einen Kernel >2.6.24 wählt, da ab diesem ein Tickless-Systems auf der x86-64-Architektur unterstützt wird und die CPU somit deutlich länger schlafen kann.

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